Wärmedämmung unter Gründungsplatten
mit RDS für Gebäude mit Keller
und einer Radonsperre

  1. Sockelputzsystem
  2. GLAPOR Sockeldämmplatte PG 600
  3. Geschossmauerwerk
  4. Verklebung mit GLAPOR Kaltkleber k-2k
  5. GLAPOR Schaumglasplatte PG 900.2 (120mm)
  6. Mineralfaserplatte (30mm)
  7. Kellerdecke
  8. GLAPOR Schaumglasplatte Perimeterdämmung
  9. Zellfüllende Spachtelung mit GLAPOR Kaltkleber k-2k
  10. Radon Sperrfunktion
  11. Bauwerksabdichtung
  12. Kellermauerwerk
  13. Verklebung mit GLAPOR Kaltkleber k-2k
  14. Bauwerksabdichtung
  15. Gründungsplatte
  16. Radonsperre z.B. Börner POLY-Elast PV200S5
  17. Sauberkeitsschicht
  18. GLAPOR RDS Systemschalung
  19. Radon Entlüftung
  20. GLAPOR Schaumglasschotter
  21. GLAPOR Geotextil
  22. Kiesschüttung / Füllmaterial
  23. Gründungspolster RDS
  24. ggf. Drainage
  25. Erdreich

Beschreibung der Anwendung

GLAPOR Gründungs- und Baukonstruktionen mindern die Radonbelastung innerhalb von Gebäuden.

Radon ist ein radioaktives, geschmackloses und geruchsloses Edelgas und kommt überall in der Umwelt vor. Es entsteht im Erdreich als eine Folge des radioaktiven Zerfalls von natürlichem Uran.
Radon ist gesundheitsgefährlich und soll so weit wie möglich aus Gebäuden ferngehalten werden.

GLAPOR Baukonstruktionen schirmen die Innenräume gegen diese Strahlung ab.

Umfangreiche Informationen über das Thema Radon finden Sie auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz unter: http://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/einfuehrung/einfuehrung.html

Die Schaumglasschotterschicht als lastabtragende Wärmedämmung unter Gründungsplatten „sammelt“ die radioaktive Strahlung in Prinzip ein und führt diese Strahlung über „Belüftungsrohre“ in den Außenbereich bzw. über das Dach des Gebäudes ab.

Vertikal verhindert eine auf Radondichtigkeit geprüfte Schweißbahn den Eintrag von Radon ins Gebäude.
Horizontal verhindert die GLAPOR RandDämmSchalung den unkontrollierten Austritt des radioaktiven Gases.

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Vorteile der GLAPOR Dämmsysteme:

Qualität: Schaumglasprodukte aus der Herstellung mit eigener Maschinentechnologie und einer professionellen Qualitätsüberwachung.

Service: Kompetente Beratung von Planern, Statikern, Bausachverständigen und ausführenden Firmen.

Wirtschaftlichkeit: Einfacher, schneller Einbau der Schaumglasschüttung mit wenigen Funktionsschichten. Kostenreduzierung durch RDS im Bereich von Grenzbebauungen

Nachhaltigkeit: Hergestellt aus 100 % Recycling Glas, wir garantieren gleichbleibende Materialeigenschaften werden über die gesamte Verwendungszeit.

Sicherheit: GLAPOR Schaumglasschüttungen mit besonders hohen Druckfestigkeit in vertikaler und horizontaler Lastrichtung. Verhinderung von seitlichem Feuchtigkeitseintrag in die Wärmedämmung durch die RDS

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Planungshinweise / Ausführungshinweise

Planungshinweise:

Radonsicherheit:

Bei der Konstruktion der Bodenplatte sollen alle Durchdringungen und Rohrdurchführungen fachgerecht abgedichtet werden.

Über der Sauberkeitsschicht wird eine auf Radondichtigkeit geprüfte Abdichtungslage (z.B. Börner POLY-Elast PV200S5) angeordnet.

Die seitliche Abschottung gegen die Strahlung übernimmt die RandDämmSchalung (RDS) die dicht an die Abdichtungslage angeschlossen wird. Die RDS Elemente werden an den versetzten Stoßfugen vollflächig verklebt.

Die Entlüftungsleitungen werden aus Kunststoffrohren hergestellt und gegebenenfalls über Dach geführt.

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Schaumglasschotter:

Das tragfähige Planum muss mindestens 30 cm über dem höchsten Grundwasserspiegel liegen (HGW). Das Planum sollte in der Mitte leicht überhöht ausgeführt und mit einer Rüttelpatte abgerüttelt werden.
Unterhalb des Dämmschotters ist ein Geotextil einzubauen. Das Geotextil wird an der RandDämmSchalung in etwa bis zur Mitte hochgeführt.
Oberhalb des Dämmschotters ist eine Trennlage aus einer PE-Folie mit einer Dicke von mindestens 0,2 mm oder ein Geotextil einzubauen. Der geschüttete Dämmstoff ist im Verhältnis v = 1,3:1 abzurütteln.
Bei Vorhandensein von bindigen oder geschichteten Böden, bei denen Stau- oder Schichtenwasser auftreten kann, ist eine frostfreie Dränung nach der Norm DIN 4095 vorzusehen.

RandDämmSchalung (RDS)

Für die Bemessung der Bodenplatten darf das Auflager der Betonplatte auf das RDS Innenelement nicht berücksichtigt werden.
Die Abtragung der Gebäudelasten erfolgt ausschließlich über den Schaumglasschotter.
Für die Kombination unterschiedlicher Planungsdicken für die Gründungsplatte und der Dämmschotterschicht stehen verschiedene Formate der Randdämmschalung zur Verfügung.
Alle frei bewitterten Flächen der Randdämmschalung müssen beschichtet werden; hierfür stehen unterschiedliche Beschichtungssysteme zur Verfügung.
Gründungspolster für Randdämmschalung/Schalungselement ausheben, dabei ist die Frosteindringtiefe zu beachten. Informationen über die Frosteindringtiefe sind bei den örtlichen Tiefbauämtern erhältlich.
Der erforderliche Fundamenterder für den Potentialausgleich/Blitzschutz kann in das Gründungspolster der Randdämmschalung eingelegt werden.
Die Mindestdicke des Betonpolsters beträgt 20 cm.

Ausführungshinweise:

Die Dicke der Schaumglasschüttung ist unter Berücksichtigung der Volumenveränderung durch das Abrütteln so auszuführen, dass die vorgegebene Planungsdicke der Wärmedämmung an keiner Stelle unterschritten wird. Bei Planungsdicken größer 300 mm ist der Wärmedämmstoff in zwei bzw. drei Lagen zu schütten und jeweils abzurütteln.
Der Verdichtungsfaktor der Schaumglasschotterschicht beträgt 1,3:1. Dieses Maß ist unbedingt einzuhalten. Wir empfehlen die fachgerechte Verdichtung zu protokollieren, siehe hierzu “ Schaumglasschotter Einbauprotokoll” (Dokument: 04_18_a6_einbauprotokoll_schotter_de_01.pdf). Die Verdichtung ist zu beenden, wenn das Soll-Maß erreicht ist. Ein weiteres Verdichten erhöht den Materialverbrauch und bringt keine essentiellen Vorteile in der Tragfähigkeit.
Die Mindestdicke der Wärmedämmung beträgt 150 mm im fertig eingebautem Zustand.
Das Verdichten der Dämmschotterschicht erfolgt mit einer leichten Rüttelplatte. Mit den unten empfohlenen Geräten wird in der Regel eine fachgerecht verdichtete Tragschicht der Gründungsplatte erzielt.
Amman AVP1850
Bomag BP 20/50 (D)
Bomag BVP 18/45
Dynapac LF 140
Wacker DPS 1850H
Wacker DPS 2350
Wacker DPS 2360
Weber CF 3

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Verarbeitungshinweise

Das Planum sollte in der Mitte leicht überhöht ausgeführt und mit einer Rüttelplatte verdichtet werden.

GLAPOR Randdämmschalung (RDS) als Kopfdämmung und Schalelement der Gründungsplatte auf einem Betonpolster (Betongüte C 20/25) einbauen.

GLAPOR Geotexltil als Trennlage zum Erdreich mit 10 cm Stoßüberdeckung verlegen. Im Randbereich ist das Geotextil ca. 5 cm senkrecht an der Randdämmschalung hochzuführen.

Bei der Konstruktion der Bodenplatte sollen alle Durchdringungen und Rohrdurchführungen fachgerecht abgedichtet werden.

Die Dicke der Glasschaumschüttung unter Berücksichtigung der Volumenveränderung durch das Abrütteln ist so auszuführen, dass die vorgegebene Planumgsdicke der Wärmedämmung an keiner Stelle unterschritten wird.

Bei Planungsdicken größer 300 mm ist der Wärmedämmstoff in zwei/drei Lagen zu schütten und jeweils abzurütteln. Das Verdichten der Dämmschotterschicht erfolgt mit einer leichten Rüttelplatte.

Oberhalb des GLAPOR Dämmschotters ist eine geeignete Trennlage aus einer PE Folie 0,2 mm dick zu verlegen.

Auf der Trenn- und Gleitfolie wird eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton hergestellt.

Die Sauberkeitsschicht mit einem lösungsmittelfreien Voranstrich vorstreichen und nach der Trocknung eine auf Radondichtigkeit geprüfte Abdichtungslage vollflächig aufschweißen (z.B. Börner POLY-Elast PV200S5).

Abschliessend wird die Gründungsplatte betoniert.

Geglättete gerade Kopfseite der Wandfläche säubern und mit Bitumenvoranstrich / Bitumenemulsion vorstreichen und ablüften lassen. Verbrauch: ca. 0,3 kg/qm.

Deckendämmelemente im Stapel auf der GLAPOR seite und auf zwei Seitenflächen mit einem Zahnspachtel / Zahntraufel (Zahnung 10 bis 12 mm) mit einem GLAPOR Kaltkleber k-2k beschichten und durchkämmen. GLAPOR Deckenrandschalung mit GLAPOR Kaltkleber k-2k auf dem vorgestrichenen Mauerwerk verlegen.

Betondecke bewehren und betonieren.

Wandfläche säubern und mit Bitumenvoranstrich / Bitumenemulsion vorstreichen und ablüften lassen.
Verbrauch: ca. 0,3 kg/m².

GLAPOR Schaumglasplatten im Stapel auf der Rückseite und auf zwei Seitenflächen mit GLAPOR Kaltkleber k-2k auftragen, durchkämmen mit einer Zahnspachtel / Zahntraufel (Zahnung 10 bis 12 mm). Verbrauch ca. 4 – 5 kg/m², je nach Beschaffenheit des Untergrundes und der Dämmstoffdicke.

GLAPOR Schaumglasplatten vollflächig und vollfugig mit versetzten Stoßfugen auf der vorgestrichenen Wandfläche verlegen.
GLAPOR Schaumglasplatten diagonal in die offene Ecke der bereits verlegten Dämmplatten einschieben.

Den austretenden Kleber nach Aushärtung mit der Traufel abstoßen. Ein zellfüllender Deckabstrich kann aufgebracht werden, bei regendichten Fassaden ist dieser Deckabstrich nicht erforderlich. Verbrauch ca. 2,0 bis 2,5 kg/m².Bei einer Teilverklebung der Fugen muss sichergestellt sein, dass die Fuge mindestens in einer Breite von 20 mm durchgehend gefüllt ist. Die Dampfdichtigkeit ist damit gewährleistet.

Einen Anfüllschutz verwenden z.B. Noppenbahn und aussen anfüllen.

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